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TU Berlin

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Kompetenzabhängige Personal- und Prozessplanung in der Produktentwicklung

Die aktuelle Wettbewerbssituation erfordert einen anforderungs- und kompetenzgerechten Einsatz von Personalressourcen. Ziel des Projektes war es, die Planung und Steuerung des Mitarbeitereinsatzes in der Entwicklung bzw. Planung mit einer aufwandsarmen Methodik zu unterstützen.

Ausgehend von den Erkenntnissen einer eigenen Studie in 38 kleinen und mittleren Unternehmen (Wissmann, 2006) sowie in 23 wissenschaftlichen Einrichtungen (Uhl, 2006) zu Vorgehensweisen bei der Zuordnung von Personal zu Projekten wurde eine Methode entwickelt, die eine objektive Erfassung der im Unternehmen vorhandenen Kompetenzen in Form der tätigkeitsbasierten Erfahrungen und Fähigkeiten der Mitarbeiter ermöglicht. Es wurden sowohl der spezifische Kompetenzbedarf der Produktentwicklungsaktivitäten als auch die Unterschiede in der Kompetenz der einzelnen Individuen berücksichtigt. Für ein effektives Management von Prozessen wurden der Kompetenzbedarf und die Könnensprofile der Mitarbeiter zur Deckung gebracht. Dieser Ansatz wurde in einer Kompetenz- und Wissensmanagement-Plattform softwaretechnisch umgesetzt und kann zur Unterstützung von Entscheidungen bei der Personaleinsatzplanung, zur Suche von Experten, bei der Optimierung von Planungsprozessen sowie zur Personalentwicklung genutzt werden.

Serviceorientierte Architekturen (SOA) auf Basis der Java Remote-Method-Invocation (RMI) sind geeignet, die Anforderungen der verteilten Nutzung eines Kompetenzmanagementsystems (KMS) in Großunternehmen zu erfüllen, obgleich eine Anpassung an den derzeitigen Trend der Verwendung von Webservices als weitere SOA-Implementierung in Erwägung zu ziehen ist. Die Möglichkeit der Abbildung von Kompetenzen und Kompetenzausprägungen in Form der Verknüpfung eines Expertensystems mit Fuzzy-Logic-Algorithmen konnte belegt werden. Diese Abbildung sowie die Verwendung von Fuzzy-Logic-Suchalgorithmen wurden der Darstellung von Kompetenzen mittels diskreter Variablen gegenüber als überlegen erkannt.

Der wissenschaftliche Erkenntnisfortschritt besteht in der Konzeption einer softwaregestützten Methode zur kompetenzabhängigen Personal- und Prozessplanung für die Produktentwicklung und dem Nachweis des prinzipiellen Nutzens der Anwendung am Beispiel eines Unternehmens im Anlagenbau.

Mögliche Folgeuntersuchungen sollten sich zum einen mit der Prüfung psychodiagnostischer Gütekriterien befassen und zum anderen den aktuell vor allem in der Industrie vorherrschenden Trend des Verleihens von ingenieurtechnischem Personal sowie des Bildens von Netzwerken klein- und mittelständischer Unternehmen in das entwickelte Konzept aufnehmen.

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