direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Kooperative Produktentwicklung als ad hoc-Prozess

In der Produktentwicklung sind Design Reviews ein wichtiges Instrument zur Kontrolle des Fortschritts von Projekten. Innerhalb eines Design Reviews treffen sich die Mitglieder eines Teams und diskutieren gemeinsam über die aktuellen Arbeitsergebnisse. Ziel dieser Meetings ist es, Probleme frühzeitig zu erkennen, zu diskutieren und somit aufzulösen. Unternehmensintern können Design Reviews schnell einberufen und durchgeführt werden. In einem weltweiten Unternehmensverbund ist dieses jedoch mit beträchtlichem Aufwand für Reisen, Datenkonvertierung, Datenaustausch und Datenintegration sowie hohen Latenzzeiten verbunden. Dieser Umstand führt dazu, dass Design Reviews selten durchgeführt werde, was zu Abstimmungsdefiziten führen kann. Mit Kooperationswerkzeugen, die Funktionalitäten für virtuelle verteilte Design Reviews bieten, kann die räumliche Distanz der Teammitglieder überwunden werden. Eine schnelle und effiziente Ad-hoc-Durchführung – also unabhängig von Ort und Zeit – von Design Reviews ist mit ihnen jedoch nur möglich, wenn alle Beteiligten dieselben informationstechnischen Systeme in ihren Produktentwicklungsprozessen einsetzen. Ist dies nicht der Fall, so verursacht die Heterogenität der Infrastrukturen einen hohen Aufwand für die Zusammenführung des Entwicklungsstands. Daher werden häufig immer noch konventionelle Methoden der Abstimmung angewendet. Es werden Screenshots erstellt, per E-Mail versendet und über das Telefon diskutiert. Dies ist der Ansatzpunkt des Forschungsprojekts „Kooperation als Ad-hoc-Prozess“, in dem Grundlagen für die Verbesserung der Ad-hoc-Fähigkeit von Kooperationswerkzeugen erforscht wurden. Ziel der Arbeiten war es, Konzepte und Methoden zu formulieren, die:

  • ein allgemeingültiges, generisches Kommunikationsmodell für Kooperationssysteme der Produktentwicklung abbilden,
  • sichere Kommunikation innerhalb einer offenen und erweiterbaren Kooperationsinfrastruktur umsetzen,
  • einheitliche Rechtemodelle für kooperative Anwendungen modellieren und
  • Kooperationswerkzeuge in Bezug auf Interaktion, Kommunikation und Handling von Produktdaten unterstützen.

Die Forschungen sollten in einer Softwareinfrastruktur münden, die – ähnlich einer Middleware – die Entwicklung von Kooperationswerkzeugen unterstützt.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe